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Wie verändert die Digitalisierung unsere Zusammenarbeit?

Vorige Woche erhielt ich eine Einladung zum Mittagessen von einem langjährigen Kunden. Ich freute mich, ihn zu sehen. Wir unterhielten uns eine ganze Weile über dies und das. Bei Dessert und Kaffee meinte er, Frau Karl, glauben Sie nicht auch, dass wieder einmal eine kleine Gesunden-Untersuchung in unserem Haus gut wäre. Durchkämmen Sie uns wie gewohnt. Vielleicht muss man da und dort ein wenig gegen den Strich bürsten.

Ich kenne diesen Unternehmer seit vierundzwanzig Jahren und freute mich auf unser Wiedersehen. Wir haben immer wieder zusammen gearbeitet. Jedes Mal durften wir uns danach gemeinsam über den erreichten Erfolg freuen.

 

Warum unsere Zusammenarbeit über viele Jahre erfolgreich war und weiter fortbesteht

Vor vierundzwanzig Jahren rief er mich das erste Mal in sein Haus. Er hat kurz zuvor die Geschäftsleitung übernommen und erkannte schnell: Entwicklung und Verkauf arbeiteten häufiger gegeneinander als miteinander. Der Entwicklungsleiter hatte sich in all den Jahren bereits ein Magengeschwür eingehandelt und der Verkaufsleiter lief mit seinem konstant hohen Blutdruck durch die Büros. Ein dementsprechendes Klima hatte sich inzwischen fortgepflanzt. Nach nur wenigen Gesprächen mit den beiden Führungskräften konnten wir in zwei fachübergreifenden Workshops die Zusammenarbeit der beiden wichtigen Abteilungen zufriedenstellend für alle ausrichten.

Die Achtsamkeit sich selbst gegenüber wuchs und bildete die Basis dafür, auch dem jeweils anderen gegenüber respektvoll vorzugehen.

Drei Jahre später wollte der Chef das Unternehmen auf die Zertifizierung vorbereiten, zu Beginn wollte er eigentlich nur den Wunsch der Kunden erfüllen. Doch bald erkannte er, dass es nicht nur darum gehen dürfe, irgendwelche Normen zu bedienen. In erster Linie sollte das gesamte Unternehmen mit seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern davon profitieren. Alles andere ist zu kostspielig und ein Risikofaktor für das Betriebsklima.

Nachdem er das verstanden hatte, gab es wieder fachübergreifende Workshops. Die entsprechenden Geschäfts-Prozesse waren bald erkannt, optimiert und aufgezeichnet. Das Arbeitsklima gewann ein neuerliches Hoch, weil das Vertrauen zueinander weiter angestiegen ist. Die Zufriedenheit der Kunden wuchs ebenfalls und das Zertifikat zur ISO 9001 war sozusagen das Abfallprodukt dieses betriebswirtschaftlich sinnvollen und menschlich wertschätzenden Vorgehens. Und wieder war unser aller Freude groß.

Später sind immer noch fachspezifischere Normen mit vielen Details erschienen. Alle Unternehmen, die wir begleitet haben, hatten kaum Handlungsbedarf dadurch. Da sie immer schon darauf geachtet haben, wirtschaftlich und kundenorientiert zu handeln, waren sie up to date.

Als der Rummel um die Digitalisierung losging, trafen wir uns wieder. Ob er mit seinem Unternehmen wohl up to date war, wollte er wissen. Bald war klar, während andere noch über die Vor- und Nachteile der Digitalisierung philosophiert haben, automatisierte man in diesem Unternehmen bereits wesentliche Prozesse. In der Produktionshalle werkten bereits Roboter. Zwei Drittel der dadurch frei gesetzten Mitarbeiter fanden im Wartungs- und Kundendienst neue Herausforderungen. Einige fanden anderswo Beschäftigung.

Der Ausdruck Digitalisierung war hier kaum bekannt, man optimierte einfach, was sinnvoll erschien. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter waren eingebunden in diese Prozesse. Der Schritt vom Denken und Diskutieren zum Handeln war hier ohne jedes Getöse erfolgt. In Kundenprozessen wollte man besonders umsichtig vorgehen. Erste Schritte waren bereits gesetzt. Doch da war noch Luft nach oben. Marktschreierisches Vorgehen war verpönt, Kundenorientierung hingegen groß geschrieben. Hier arbeiten zufriedene Mitarbeiter für treue Kunden. Die Digitalisierung wirkt sich hier förderlich aus, sowohl auf das Führungsverhalten als auch auf das Wachstum.

Bei solchen Kunden bin ich gerne Unternehmerlotsin.

Fazit:

Die Digitalisierung ist voll im Gang. Sie bringt uns viele Vorteile, nimmt uns wiederkehrende und körperlich anstrengende Arbeiten weitgehend ab. Sie zeigt aber auch deutlich auf, dass alle Technik dieser Welt nicht zum Erfolg führt ohne Menschen, die sich für ihre Arbeit einsetzen. Achtsamkeit sich selbst sowie Mitarbeitern und Kunden gegenüber ist dabei unerlässlich.

 

Zwei Beispiele dazu zum Nachhören:

Der erfolgreiche Unternehmer Klaus Kobjoll spricht hier über sein Buch Wa(h)re Herzlichkeit.

 

In meiner Sendung „Drei Arten mit der fortschreitenden Digitalisierung und Robotik umzugehen hören Sie etwas über die Bedeutung der Neugierde und die Umsetzung Digitalisierung.

 

 

Auf guten Mut!

 

Herzlich grüßt Dich
Edith Karl deine MUTexpertin

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