Warum Leben und Arbeiten heute so eng zusammenhängen

Zukunftsforscher und Zukunftsgestalter betonen: Der Sinn des Lebens besteht in der persönlichen Weiterentwicklung des einzelnen Menschen. Es geht also darum, wie Menschen ihr persönliches Leben in die Arbeit einbringen können und umgekehrt.

Wir leben in einer Zeit der rasanten Veränderungen. Diese finden auch noch in immer höherem Tempo statt. Und als ob das nicht schon genug wäre, fordert uns zusätzlich die Corona-Krise heraus.

Immer mehr Menschen leiden unter Stress oder psychischen Krankheiten. Sie fühlen sich ausgelaugt und haben nicht den Eindruck, etwas Sinnvolles in ihrem Leben schaffen zu können.

Andere erfüllen sich ihren Lebenstraum und bringen ihr persönliches Leben mit kreativer Arbeit in Verbindung.

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Zwei wesentliche Faktoren spielen eine wichtige Rolle, wenn Gesundheit, Wohlbefinden und sinnerfĂĽllte Arbeit Hand in Hand gehen sollen:

  1. Das Mindset
  2. Das Umfeld

Wir leben in einer Zeit der Wende. In den letzten Jahren hat die Welt sich für viele ruckartig verändert. Andere sahen die Anzeichen schon seit Jahren. Wie kommt es zu diesen Unterschieden? Dafür ist das Mindset jedes einzelnen Menschen ausschlaggebend. Betrachten wir dieses Mindset näher.

Was verstehen wir unter Mindset und wie drĂĽckt es sich aus?

Unter Mindset verstehen wir die Geisteshaltung eines Menschen. Es ist die Basis fĂĽr das GrundgefĂĽhl, mit dem jemand durch sein Leben geht und die Basis fĂĽr jeden Erfolg.

Das Mindset bestimmt, wie jemand sich selbst einschätzt. Es macht einen gravierenden Unterschied, ob man sich selbst positiv sieht und voll akzeptiert oder ob man niedergeschlagen ist und meint, es stehe einem beispielsweise keine andere Arbeit, kein anderes Leben zu. Menschen mit einem positiven Mindset glauben daran, dass sie ihre Fähigkeiten jederzeit verbessern können. Dabei üben sie sich in Geduld und sind dankbar für jeden Erfolg. Sie akzeptieren Herausforderungen und sehen sie als Chance. Sie wollen sich weiterentwickeln, fokussieren sich auf ihre Ziele. Und besonders wichtig: Sie umgeben sich mit den richtigen Menschen.

Wie kann man sein Mindset weiterentwickeln?

Wer sein Mindset ständig weiterentwickelt, sieht Herausforderungen als Chance. Solche Menschen sind neugierig auf neue Erfahrungen. Sie reflektieren ihr Verhalten, lernen aus ihren Fehlern und geben nie auf. Von Erfolgen anderer lassen sie sich inspirieren. Anerkennung anderer genießen sie, aber sie brauchen sie nicht unbedingt für ihre persönliche Zufriedenheit.
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Wer so an sich arbeitet, sucht sich sein Umfeld bewusst aus. Das können sie nur, wenn sie wissen, was sie wollen und mit welchen Menschentypen sie beruflich zusammenarbeiten wollen. Privat gilt: Mit welchen Persönlichkeiten sie zusammenleben wollen.

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Das Umfeld

Meistens lernt man sein Umfeld erst genauer kennen, wenn sich bereits darinnen befindet. Wer allerdings weiß wer er oder sie selbst ist, findet leichter ein förderliches Umfeld.

Das gilt selbstverständlich auch für Unternehmenslenker und Führungskräfte beim Suchen passender Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

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Woran erkennt man, ob das Umfeld passt?

Schauen wir bei zwei Firmenchefs ins Unternehmen:

Herr Müller wollte nie etwas von Homeoffice wissen – da lungern die Leute in Unterhosen zu Hause herum. Anstatt für die Firma zu arbeiten, streicheln sie ihre Kinder und den Hund und schauen Netflix-Serien. Er hat ein riesiges Großraumbüro. Dort herrscht manchmal eisige Stille. So mancher schau mal immer wieder nach, ob der Nachbar wohl was arbeitet. Manchmal kommt Hektik auf, wenn mehrere zugleich telefonieren. Die Konzentration bleibt dann bei manchen auf der Strecke. Wenn der Chef durchgeht, schauen alle sehr ernst und angestrengt.

Herrn MĂĽller hat fast der Schlag getroffen, wie Corona bedingt Homeoffice verordnet wurde. An Abstand halten war in seinem GroĂźraumbĂĽro nicht zu denken.

Natürlich wusste er dann tatsächlich nicht, ob und wie seine Leute arbeiten, wo sie mit den Ergebnissen stehen und ob Termine eingehalten werden können. Das ist für einen Menschen, der gerne alles unter seiner Kontrolle weiß, schwer zu ertragen. Seine Mitarbeiter fühlten sich auch prompt allein gelassen, sie hatten keine klaren Arbeitsaufträge wie gewohnt. Die Routinen des Kontakts mit den Kollegen funktionierten nicht mehr. Zum Glück hatte er ein paar sehr umsichtige Führungskräfte, die nach und nach Kontakte aufbauten. Und ja natürlich, seine Leute haben auch Netflix geschaut. Oder was auch immer.

Wenn Männer Vaterkarenz nehmen wollen, explodiert er fast. Die armen Geschöpfe haben auch dann keine gute Zeit bei ihm, wenn sie von zuhause aus trotzdem viel zuarbeiten und auch immer wieder in die Firma kommen. Ja, es gibt solche Väter. Man kann ihnen gar nicht genug Anerkennung geben.

Ein solches Verhalten bringt das Weltbild von so manchem älteren Herrn komplett durcheinander. Kein Wunder, dass in der letzten Zeit dort 4 Mitarbeiter gekündigt haben. Schlechte Zeiten hin und her

Diese Menschen konnten sich dort weder fachlich noch persönlich weiterentwickeln. Sie alle haben inzwischen neue interessante Arbeit mit inspirierendem Arbeitsklima gefunden.

Frau Malig führt ihr Unternehmen anders. Homeoffice ist längst Teil des Geschäftsablaufs. Natürlich gut abgesprochen und strukturiert. Agile Arbeitsmethoden sind an der Tagesordnung. Sie kennt Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter genau und weiß in welche Richtung sie sich weiterentwickeln wollen. Häufiges Wechseln der Arbeit innerhalb des Unternehmens ist ein beliebter Brauch dort. Es gibt auch kein Gerangel um Aufstieg und Führungspositionen. Sie hat das Organigramm nach Schema Kleiderhaken längst abgeschafft.

Bei ihr gelten Fachkarrieren und Führungskarrieren gleichwertig. Die meisten Mitarbeiter wechseln gerne zwischen diesen beiden Möglichkeiten, weil sie dadurch sowohl fachlich als auch sozial kompetent bleiben. Frau Malig arbeitet mit einem anderen Unternehmen eng zusammen. Wenn in einem der beiden Häuser ein Mitarbeiter auf dem Zenit seiner Weiterentwicklung angekommen ist, bieten beide Chefs einen Wechsel an.

Sobald sich im ursprünglichen Haus wieder eine weiterführende Chance ergibt, erhält der Mitarbeiter ein Angebot zum Zurückkommen. Das muss er aber nicht annehmen. So haben beide Unternehmen einen Pool von erstklassigen Mitarbeitern. Manche davon haben sich auch schon selbstständig gemacht und einige arbeiten sogar auf diese Art wieder mit einem oder beiden Unternehmen zusammen.
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Was bedeutet das fĂĽr dich:

Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten sein Arbeitsumfeld zu gestalten oder auszuwählen. Die Mitarbeiter bei Herrn Müller kommen meist selbst mit einem Old-school-Mindset zu ihm. Sie haben oft und oft gehört: Die Arbeit ist kein Sonntagsnachmittagsspaziergang. Ordne dich unter und mach, was dein Chef dir sagt. Dafür bezahlt er dich schließlich. Diese Menschen hüten sich davor, dem Chef zu widersprechen. Auch dann, wenn sie sehen, dass er gerade einen Riesenfehler begeht. So etwas betrachten sie mit einer gewissen Häme. Soll er doch schauen, wie er da weiterkommt. Dabei vergessen sie geflissentlich, dass auch sie selbst dabei Schaden nehmen könnten. Die Stimmung bei Herrn Müller wirkt bedrückt. Lächeln sieht man hier nur selten jemanden. Die meisten sind erleichtert, wenn ihr Arbeitstag endet.

Die Mitarbeiter von Frau Malig müssen sich warm anziehen. Die Art und Weise, wie die Leute ihre Ziele erreichen und wo sie arbeiten, können sie wählen. Großen Wert legt sie allerdings darauf, dass vereinbarte Arbeiten fristgerecht an der richtigen Adresse landen. Wer Hilfe braucht, muss es zeitgerecht, also vor dem Abgabetermin melden. Da sie fast alle agile Arbeitsmethoden nützen, ergibt sich das meistens. Sie erhalten dann Hilfe zur Selbsthilfe. Im Homeoffice genauso wie wenn sie von einem Strand aus arbeiten.

Die Leute teilen sich ihre Arbeitszeit ein. Sie sind auch gerne im Büro. Es gibt dort Möbelstücke zum Abhängen. Bunte Ohrensessel, Medizinbälle, Nischen für ungestörte Stillarbeit. Bei Frau Malig herrscht eine konzentrierte Arbeitsstimmung an einem Ort, fröhliches Lachen an einem anderen. In manchem Räumen wird heftig diskutiert – aber niemals persönlich untergriffig. So verhält sich hier keiner. Bei sehr unterschiedlichen Interessen ist sie schnell vor Ort und weist sie nochmals auf das gemeinsame Ziel hin. Sie bleibt so lange, bis das Denken wieder in Richtung Ziel läuft.

Frau Malig pflegt Management by wandering around. Die Leute reagieren zufrieden darauf. Wer etwas braucht oder eine Idee loswerden möchte, hat so die Gelegenheit. Außenstehende und Besucher erkennen hier gar nicht, dass gerade die Chefin anwesend ist. Respektvolle Augenhöhe ist hier Gebot für alle.

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Das Thema Mindset betrifft Unternehmer und Mitarbeiter gleichermaĂźen. SchlieĂźlich sollen die passenden Menschen zueinander finden und zukunftsfit gemeinsam arbeiten. Die Zeit, in der wir jetzt leben zwingt uns dazu, uns weiter zu entwickeln, wenn wir ein sinnerfĂĽlltes Leben fĂĽhren wollen.

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Wer als Privatmensch viel Freiraum nutzen kann, will das auch beruflich. In einem inspirierenden Arbeits- und Betriebsklima bringen die meisten Menschen die besseren Ergebnisse.

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Auf guten Mut!

Deine Edith Karl

Tel.Nr.: 0043 664 51 87 420

E-Mail ek[at]edithkarl.com

#NasowasEdith

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