„Warum Stress bei Führungskräften selten ein Zeitproblem ist – und fast immer ein emotionales“
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von Edith Karl WirtschaftsMentalCoach
Bewusst führen. Wirksam handeln.
Der Stress-Loop – und warum Emotionen der Schlüssel zur inneren Ruhe sind
Stress entsteht selten durch einzelne Ereignisse. Er entsteht durch Wiederholung.
Durch Entscheidungen, die auf Entscheidungen folgen. Durch Verantwortung, die getragen wird, ohne je wirklich abgelegt zu werden. Genau hier beginnt der sogenannte Stress-Loop.
Wenn Verantwortung nicht endet – sondern kreist
Er zeigt sich oft leise:
Der Kopf bleibt aktiv, auch wenn der Tag vorbei ist. Gedanken kreisen, Szenarien werden durchgespielt, Entscheidungen innerlich nachverhandelt. Nach außen wirken Sie ruhig und souverän – innerlich jedoch bleibt Spannung.
Der Stress-Loop hält sich selbst am Leben, weil er selten bewusst wahrgenommen wird. Er wird funktional überdeckt: durch Erfahrung, Disziplin und Leistungsfähigkeit.
Warum Emotionen im Stress-Loop „stecken bleiben“
In belastenden Situationen reagieren wir nicht nur rational. Emotionen sind immer beteiligt – auch wenn sie nicht gespürt werden.
Was häufig passiert: Emotionen werden nicht gefühlt, sondern abgewehrt.
Statt wahrzunehmen, was innerlich in Bewegung ist, wird weitergemacht. Verantwortung geht vor. Funktionieren geht vor. Genau dadurch bleiben Emotionen „ungeklärt“ – und wirken im Hintergrund weiter.
Unverarbeitete Emotionen äußern sich dann nicht als Gefühl, sondern als:
- innere Unruhe
- Gereiztheit oder Erschöpfung
- Entscheidungsunsicherheit
- das Gefühl, alles allein tragen zu müssen
Der Stress-Loop ist also weniger ein Zeitproblem – sondern ein Wahrnehmungsproblem.
Emotionen wahrnehmen heißt nicht, die Kontrolle zu verlieren
Viele Führungspersönlichkeiten haben gelernt, Emotionen mit Kontrollverlust gleichzusetzen. Dabei ist das Gegenteil der Fall.
Emotionen, die wahrgenommen werden dürfen, verlieren ihre unbewusste Steuerungskraft. Sie werden zu Informationen. Zu inneren Signalen, die Orientierung geben können.
Der entscheidende Schritt ist nicht Analyse, sondern Kontakt:
- Was ist gerade wirklich da?
- Welche Spannung zeigt sich im Körper?
- Welches Gefühl will wahrgenommen werden, bevor entschieden wird?
Emotionen, die bewusst gespürt werden, verwandeln sich. Sie werden tragfähig. Sie führen – statt zu treiben.
Wenn Gefühle wieder führen dürfen
Führen bedeutet nicht, Emotionen auszuschalten.
Führen bedeutet, sie bewusst zu integrieren.
Aus wahrgenommenen Emotionen entstehen:
- innere Klarheit
- ruhigere Entscheidungen
- ein anderes Maß an Präsenz
- spürbare Entlastung
Nicht, weil Verantwortung weniger wird – sondern weil sie nicht mehr ausschließlich aus Druck getragen wird.
Ein erster stiller Perspektivwechsel
Vielleicht liegt der nächste Schritt nicht in einer weiteren Lösung, sondern in einem Innehalten.
In dem Mut, dem eigenen inneren Erleben Raum zu geben, bevor entschieden wird.
Wenn Sie beginnen, Emotionen nicht zu bewerten, sondern wahrzunehmen, verändert sich Führung von innen heraus.
Wenn Sie neugierig sind, wie Klarheit entsteht, bevor Entscheidungen fallen, lohnt es sich, diesem Thema weiter zu folgen – und den Stress-Loop nicht länger automatisch wirken zu lassen.
Welche Rolle spielen Emotionen in Ihrem Führungsalltag?
Ich lade Sie ein, Ihre Gedanken dazu zu teilen.
Wenn Sie mehr wissen wollen zum stillen Mechanismus hinter Leistung, Verantwortung und innerer Entfremdung: Du funktionierst – aber führst Du noch?

Ihre Edith Karl
Bewusst führen. Wirksam handeln.
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